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Deutsche
Bahn legt vierten Wettbewerbsbericht vor / Mehdorn: "Wettbewerb
tut der Eisenbahn gut"
Berlin (ots)
- Über 300 Eisenbahnverkehrsunternehmen auf dem DB-Netz; fast
zwölf Prozent der bestellten Zugkilometer im Regionalverkehr erbringen
DB-Konkurrenten.
Die Schiene
hat sich 2004 im Wettbewerb insgesamt gut behauptet. Im Personenverkehr
und auch im Güterverkehr hat sie von anderen Verkehrsträgern Marktanteile
zurück gewinnen können. Dies geht aus dem vierten Wettbewerbsbericht
der Deutschen Bahn AG hervor, der jetzt veröffentlicht wird. Dieser
beinhaltet auch erstmals Entwicklungen und Aspekte des intermodalen
Wettbewerbs und der europäischen Verkehrspolitik.
Auch die Deutsche
Bahn trug zu dieser Entwicklung bei. Im Jahr 2004 gelang es dem
DB-Fernverkehr, seine Verkehrsleistung auf 32,3 Milliarden Personenkilometer
auszubauen. Das entspricht einem Plus von 2,2 Prozent gegenüber
dem Vorjahr, in dem trotz deutlicher Senkung der Preise die Verkehrsleistung
noch um 4,7 Prozent zurückgegangen war. Im Regionalverkehr erreichte
DB Regio trotz gesunkenen Marktanteils eine Verkehrsleistung von
37,9 Milliarden Personenkilometern. Im Güterverkehr konnte Railion
Deutschland die Verkehrsleistung des Vorjahres nochmals um gut
fünf Prozent auf 77,6 Milliarden Tonnenkilometer steigern.
Bahnchef Hartmut
Mehdorn: "In Deutschland sind inzwischen über 300 Eisenbahnverkehrsunternehmen
zugelassen. Seit Bestehen der Deutschen Bahn AG waren noch nie
so viele Eisenbahnverkehrsunternehmen auf unserem Netz unterwegs,
noch nie wurden so viele Trassenkilometer zurückgelegt. Der Wettbewerb
tut der Eisenbahn gut - wir glauben, dass dies nicht nur für Deutschland
gilt." Insbesondere die Bahnen, die nicht zur DB gehören, konnten
2004 zulegen. Ihre Betriebsleistung stieg um 25 Prozent auf 87,8
Millionen Trassenkilometer.
Im Regionalverkehr
haben die anderen Bahnen ihren Marktanteil an bestellten Zugleistungen
(Zugkilometer) inzwischen auf 11,9 Prozent gesteigert. Auch bei
den Personenkilometern stieg ihr Marktanteil auf 5,4 Prozent.
Im Personenfernverkehr dagegen haben die Wettbewerber ihre Angebote
nicht ausgeweitet. Auch sie haben wie der Fernverkehr der Deutschen
Bahn mit dem starken intermodalen Wettbewerb zu kämpfen.
Im Güterverkehr
auf der Schiene nahm im vergangenen Jahr die Verkehrsleistung
um acht Prozent auf knapp 86,4 Milliarden Tonnenkilometer zu.
Der Marktanteil anderer Bahnen erreichte dabei rund zehn Prozent.
Neben dem zunehmenden Wettbewerb zwischen den Güterbahnen hat
insbesondere der Wettbewerb mit dem Lkw zu hohem Preisdruck und
sinkenden Margen geführt.
Maßgeblichen
Einfluss auf den Wettbewerb hat der europäische Rechtsrahmen.
Waren einheitliche ordnungspolitische und technisch-betriebliche
Rahmenbedingungen Kern der ersten beiden EU-Eisenbahnpakete, beabsichtigt
die EU mit dem dritten Paket auch in die Vertragsbeziehungen zwischen
Unternehmen und Kunden einzugreifen.
Joachim Fried,
Konzernbevollmächtigter für Europäische Angelegenheiten und Wettbewerb:
"Die positive Entwicklung im deutschen Schienenmarkt kann nicht
darüber hinwegtäuschen, dass der Wettbewerb sich weiter verschärft
und zwar sowohl auf der Schiene als auch mit den intermodalen
Wettbewerbern - mit dem Pkw, mit dem Lkw und nicht zuletzt mit
den Billigfliegern. Die Beseitigung wettbewerbsverzerrender Bedingungen
wird für die Bahnunternehmen deshalb immer dringender."
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