|
Bundesnetzagentur
untersagt dubiose Rufnummer für angebliche Bahnauskünfte
Berlin (ots)
- Nach Beschwerden der Deutschen Bahn und vieler geprellter Kunden
hat die Bundesnetzagentur (vormals Regulierungsbehörde für Telekommunikation
und Post) jetzt dem Schweizer Unternehmen First Early Bird untersagt,
die Telefonnummer 11875 zu betreiben. Die Behörde erwägt aufgrund
des fortgesetzten Betriebs des Auskunftsdienstes weitere Schritte
gegen den Anbieter. First Early Bird schaltete diese Telefonnummer
für die deutsche Firma T. Schulz aus Dorsten (Nordrhein-Westfalen).
Schulz ließ die Telefonnummer bundesweit in Telefonbüchern als
örtliche „Bahnhofsauskunft" eintragen und kassierte bei Anrufern
pro Minute rund 2,20 Euro per Telefonrechnung ab. Qualifizierte
Informationen gab es jedoch nicht.
Die Bahn stand
nie in geschäftlicher Beziehung zu Schulz. Im Gegenteil: Bereits
im Jahr 2003 hatte sie juristische Schritte gegen ihn eingeleitet.
Mit ständigem Wechsel des Angebots und komplizierten geschäftlichen
Verwicklungen gelang es ihm allerdings immer wieder, sein unseriöses
Geschäft fortzusetzen. Die Deutsche Bahn wird nötigenfalls weitere
juristische Schritte unternehmen, um Anbietern, die auf Kosten
von Bahnkunden ihr Geschäft machen, das Handwerk zu legen.
Die Bahn empfiehlt
ihren Kunden, Reiseinformationen ausschließlich auf direktem Weg
einzuholen. Auf der Internetseite www.bahn.de stehen alle relevanten
Informationen rund ums Bahnfahren kostenlos zur Verfügung. Fahrplanauskünfte
gibt es per Sprachdialogsystem unter der Rufnummer (08 00) 1 50
70 90 (aus dem Festnetz kostenlos). Für persönliche Beratung sowie
telefonischen Kauf von Fahrkarten ist der ReiseService der Bahn
über die Rufnummer 11 8 61 *) rund um die Uhr erreichbar.
|