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Bahn hebt
Fahrpreise um rund 2,9 Prozent an und führt preiswerte Jugend-BahnCard
ein
Berlin (ots)
- Die Deutsche Bahn wird mit dem Fahrplanwechsel ab 11. Dezember
die Fahrpreise um etwa 2,9 Prozent erhöhen. Grund sind vor allem
dramatisch gestiegene Marktpreise für Strom und Diesel sowie geringere
Zuschüsse der Länder im Regionalverkehr. „Wir haben auf diese
Entwicklung frühzeitig mit Kostensenkungsmaßnahmen reagiert und
konnten so einen Teil der gestiegenen Energiepreise kompensieren,
zum Beispiel durch konsequent energiesparendes Fahren“, erklärte
Dr. Karl-Friedrich Rausch, Vorstand Personenverkehr der Bahn.
„Dadurch waren wir in der Lage, die notwendige Preisanpassung
in den meisten Fällen unterhalb von drei Prozent zu halten.“
So steigt
der Normalpreis im Fernverkehr, 2. Klasse, um durchschnittlich
2,9 Prozent, gleiches gilt für die Preise für Streckenzeitkarten,
also Wochen-, Monats-, Jahreskarten und Abos. Der Normalpreis
in der 1. Klasse erhöht sich zusätzlich um durchschnittlich 1,3
Prozent. Der Maximalpreis, der ab rund 750 Kilometern gilt, steigt
in der 2. Klasse von 111 auf 115 Euro, in der 1. Klasse von 167
auf 175 Euro. Die Preise der BahnCards erhöhen sich um bis zu
drei Prozent. Bei der BahnCard 25 und 50 ist dies die erste Erhöhung
seit dem 1. August 2003. Die neuen Preise gelten ab Fahrplanwechsel
am 11. Dezember.
Eine entsprechende
Preisanpassung, die noch durch die Länder genehmigt werden muss,
plant die Bahn auch im Regionalverkehr. Hier werden Einzelfahrscheine
und Wochenkarten um 2,9 sowie Monatskarten um 2,2 Prozent teurer.
Die Preise für Jahreskarten und Abonnements bleiben stabil. Der
Preis der Fahrradkarte steigt zum ersten Mal seit fünf Jahren
um 50 Cent auf 3,50 Euro.
Strom- und
Dieselpreise bis zu 100 Prozent gestiegen, sinkende Zuschüsse
im Regionalverkehr
Dass die Bahn
als größter Energieabnehmer des Landes von den massiv steigenden
Kosten für Strom und Diesel besonders hart betroffen ist, hatte
Bahnchef Hartmut Mehdorn schon auf der Bilanzpressekonferenz und
bei der Vorlage der Halbjahreszahlen erläutert. Innerhalb eines
Jahres sind die Strompreise am Markt um bis zu 32 Prozent gestiegen,
Diesel wurde sogar um 100 Prozent teurer. Gleichzeitig kürzen
die Länder ihre Erstattungsleistungen für die Beförderung schwerbehinderter
Menschen. Der DB-Regionalverkehr erhält im Jahr 2005 rund 33 Millionen
Euro weniger Zuschüsse als noch 2003.
Preise im
Fernverkehr 2006 unter dem Niveau von 1998, Anpassung bei Regio
deutlich geringer als in Verbünden
Nach der Preisanpassung
liegt das Normalpreisniveau im Fernverkehr unter dem des Jahres
1998. Grund dafür sind die im Jahr 2002 deutlich abgesenkten Preise.
Zudem nutzen die meisten Kunden die attraktiven Aktions- und Spar
preise oder ihre BahnCard. Über 80 Prozent aller Fahrten im Fernverkehr
finden heute zu reduzierten Preisen statt. Im Regionalverkehr
bleibt die Preisanpassung deutlich unter den Steigerungsraten
in vielen Verkehrsverbünden, die von 55 Prozent aller Nahverkehrskunden
benutzt werden. Die Verbünde werden für 2006 ihre Preise um durchschnittlich
3,3 Prozent erhöhen.
CityTicket
wird auf über 80 Städte ausgeweitet, neue BahnCard 25 für die
Jugend kostet einmalig nur zehn Euro
Gleichzeitig
startet die Bahn deutliche Angebotsverbesserungen. Das City- Ticket
wird von 67 auf über 80 Städte ausgeweitet. In diesen Zielorten
können BahnCard-Kunden in Verbindung mit einem Fernverkehrsfahrschein
den Nahverkehr kostenlos nutzen. Zudem gibt es eine neue BahnCard
25 für Kinder und Jugendliche. Diese können jetzt für den Einmal-Betrag
von zehn Euro ihre eigene Jugend-BahnCard kaufen, die bis zum
19. Geburtstag gilt. Unter 15 Jahren fahren sie in Begleitung
der Eltern oder Großeltern ohnehin kostenlos.
Mehr Leistungen
bei den Ländertickets, neue Angebote für Singles und Nachtschwärmer
Im Regionalverkehr
wird die Gültigkeit der Ländertickets jetzt in allen Bundesländern
auf das Wochenende ausgedehnt. Von dieser Verbesserung profitieren
Kunden in Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und
Sachsen. Gleichzeitig führt die Bahn das bereits in Bayern, Nordrhein-Westfalen
und Niedersachsen erfolgreiche Single-Ticket jetzt auch in Baden-Württemberg
ein, das dort für 17 Euro am Automaten und im Internet zu kaufen
ist.
In Bayern,
Brandenburg und Berlin startet der Regionalverkehr der Bahn ein
neues, attraktives Angebot: das Länderticket Nacht. Damit fahren
bis zu fünf Kunden zwischen 19 und 6 Uhr des Folgetages bei Kauf
im Internet oder am Automaten in der 2. Klasse für insgesamt nur
18 Euro.
Unverändert
bleiben die Preise für das bundesweit gültige Schönes-Wochenende-
Ticket und das SchönerTagTicket in Nordrhein-Westfalen. Gleiches
gilt für die Ländertickets in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.
In allen anderen Bundesländern werden die Preise der Ländertickets
um ein bis zwei Euro erhöht. Stimmen die Länder zu, kosten diese
am Automaten und im Internet künftig zwischen 17 und 27 Euro,
am Schalter jeweils zwei Euro mehr.
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